Wenn kooperatives Verhalten nicht prinzipiell lohnend wäre, wären wir heute immer noch Einzeller.
If cooperation was not rewarding, then all of us would still be protozoons.
Wenn kooperatives Verhalten nicht prinzipiell lohnend wäre, wären wir heute immer noch Einzeller.
If cooperation was not rewarding, then all of us would still be protozoons.
This Blog is mainly in German. Sometimes, depending on the target group, my mood and my respective English skills, I will post stuff in English as well.
Ich hatte schon einmal ein Blog. Das war unter der Domain www.blog.studiVZ.net und existierte bis Anfang 2007. Dann, so spätestens ab März 2007 nachdem ich nicht mehr bei VZ war, wurde es von Holtzbrinck-Angestellten übernommen und bekam eine ganz andere Ausrichtung: Das Blog war jetzt rein sachlich-technischen Themen gewidmet. Als ich Ende 2005, Anfang 2006 mit dem “Chief Entertaining Officer” Blog begann war die Absicht Content zu generieren, Nutzer auf die Seite aufmerksam zu machen und zu binden. Eine Art studentische Spass-Seite. Eine Dariani’sche Harald Schmidt Show. Eng verknüpft mit VZ-, aber auch mit anderen aktuellen Themen wie die WM 2006. Oder dem studiVZ Liederwettbewerb (Song-Contest). Es ging darum frische, lustige und freche Inhalte von mir in Form von Artikeln, Fotos, Videos anzubieten zu einer Zeit als VZ mangels der kritischen Masse an Nutzern noch kaum Traction und Content zu bieten hatte. N.m.W. hatte das Blog zu Hochzeiten zeitweise Tausende Besucher pro Tag und war sehr beliebt. Wenn auch stets unkonventionell. Beispielsweise war VZ im Sommer 2006 mal einen ganzen Tag offline aufgrund eines Server-Umzuges. Anstatt einer öden, konventionellen Nachricht etwa in dieser Art: “Wir sind zur Zeit nicht zu erreichen. Bitte versuche es in ein paar Stunden noch einmal” mit dazugehörigem Schraubenschlüssel-Zahnrad-Logo… war studiVZ.net direkt zum Blog umgeleitet und ich habe mich den ganzen Tag hingesetzt und in regelmässigen Abständen über den Ablauf des Serverumzuges informiert. Zugleich habe ich aber auch lustigen Spass gepostet, wie ein Party-Video mit Dewaki, einer Bekannten von mir, die ich angeheitert zu ihrer Meinung zu einer Party im Rodeo-Club in Berlin befragte. Wie in vielen Berliner Clubs üblich sind die Toiletten nicht wirklich nach Geschlechtern getrennt, sondern sind Treffpunkt und Chilloutspace, wo man sich bei weniger als 110 Dezibel auch mal unterhalten kann. Das Video wurde sehr heiter aufgenommen. Ich hatte es auf myvideo gehostet, um Christian Vollmann, damals CEO von myvideo.de und ein kleiner Angel-Investor von VZ, einen Gefallen zu tun; es erreichte über 100.000 Aufrufe - und zwang die Server vom damals noch sehr kleinen und unbekannten myvideo.de beinahe in die Knie. Monate später allerdings… aus dem Zusammenhang gerissen wurde es zu einem Skandal-Video hochstilisiert und mit falschen Tatsachenbehauptungen völlig falsch eingeordnet. Da das Video auch unabhängig vom Blog auf Videoportalen zu finden war, meinten schlecht informierte (d.h. die absolute Mehrheit) Blogger und Journalisten, Dariani hätte auf unredliche Art “Mädchen auf der Damentoilette gefilmt”. Voilà! Fertig war der Skandal aufgrund völlig falscher Zusammenhänge und durch Verschweigen wichtiger Begleitumstände. Copy und Paste kann nicht nur ein Guttenberg. Bis heute ist dieses Thema immer wieder im Raum und viele Journalisten zeigen sich unbelehrbar. Warum auch Zeit verschwenden und recherchieren, wenn es schon 100 Artikel zum Thema bereits anderswo gibt?! Zuletzt vor wenigen Wochen hat ein Journalist der Süddeutschen Zeitung trotz Erläuterungen meinerseits diesen und andere Zusammenhänge (bewusst?) falsch dargestellt. Auch der Fokus erlaubte sich neulich wieder eine grobe Falschbehauptung und sprach von einem “Samwer-Netzwerk studiVZ”; Samwer war lediglich ein später Investor, obwohl das investierte Geld eigentlich ja nicht einmal von ihnen selbst stammte….(hierzu später mehr).
Warum und da Journalisten oft unredlich arbeiten ist ein Thema und Motiv dieses Blogs.
studiVZ - die ganze, wahre Story
Im Allgemeinen ist mein Antrieb nicht nur die Vorgänge zur Geschichte von studiVZ, vom Aufstieg und Niedergang einer deutschen Erfolgsgeschichte darzulegen. Die vielen Missverständnisse und Falschbehauptungen einmal richtig zu stellen (wenn auch spät), sondern auch die Themen, die mich interessieren mit anderen zu teilen. Ich hatte schon immer Spass an Naturwissenschaften, besonders Physik und Kosmologie, ich habe VWL in St. Gallen zu Ende studiert (und 2 Semester Physik in Göttingen 1999) und liebe es Zusammenhänge zu verstehen und zu modellieren. Diese teile ich gerne mit anderen und versuche ihre Gedanken dazu zu erfahren. Immer mit der Zielsetzung die Realität, die Welt zu verstehen. Ich war Jahre lang als Teenager aktives Mitglied des AAK (Astronomischer Arbeitskreis Kassel e.V.) in Kassel, eines naturwissenschaftlichen Vereins zu Kosmologie und Philosophie in Kassel, zu dem auch die Sternwarte Kassel-Calden gehört. Ein Verein, der vom unermüdlichen, Jahrzehnte anhaltenden Engagement meines früheren Mathe-Lehrers, Klaus-Peter Haupt, lebt. Ich war in diesem Rahmen auch 2 oder 3 Jahre lang im Planetarium als Vortragsleiter neben der Schule in Teilzeit beschäftigt und habe dem Publikum astronomische Zusammenhänge und den aktuellen Sternen-Himmel über Kassel im Rahmen eines 60 minütigen Live-Programms erklärt. Eine schöne Zeit.
Politik und Nahost
Zu meinen Leidenschaften gehören auch gesellschaftlich-politische Themen, ganz besonders der Nahost-Konflikt, den ich als Nahost-“Bürgerkrieg” interpretiere, denn die unterschiedlichen Nationen, Religionsgemeinschaften, Ethnien etc. sind sich unglaublich nah und haben unzählige Gemeinsamkeiten. Gerade den Konflikt zwischen den Politikern Israels und Irans sehe ich mehr als “Bürger-Konflikt” (statt Bürger-Krieg). Leider weiss die Mehrheit der deutschen Öffentlichkeit kaum etwas über die Gemeinsamkeiten der Kulturen und der Geschichte dieser beiden Völker/Ethnien/Gemeinschaften oder besser gesagt “Bevölkerungsgruppen” desselben “Volkes” (ich wage mich begrifflich jetzt absichtlich weit aus dem Fenster). Ich möchte einen kleinen Beitrag dazu leisten, diese Lücken ein wenig kleiner zu machen. Ich bin optimistisch und fest überzeugt, dass der Nahosten sich in nicht zu ferner Zukunft ähnlich entwickeln wird wie Europa nach dem WW2 und nach und nach zusammenwachsen wird. Treiber dieser Entwicklung werden Urbanisierung und zunehmende Bildung in breiten Schichten der Bevölkerung sein. Letzteres führt zu einer Sekularisierung, zu einer Mündigkeit der Bürger und damit zur Voraussetzung demokratischer Kultur. Nur Schafe brauchen einen autoritären Führer. Ausführlicher hierzu später mehr…
Allerdings: Ich bin kein Wissenschaftler, kein studierter Historiker, kein habilitierter Theoretischer Physiker am MIT, sondern interessierter, neugieriger Laie mit ein paar hyper-aktiven Gehirnzellen zu viel. Ich werde meine Meinung bilden aufgrund von eigenen Beobachtungen, Gelesenem und Schlussfolgerungen, diese teilen, dabei meist klare Standpunkte vertreten, allerdings weiss ich um Mängel und darum dass vieles unvollständig und subjektiv bleiben wird. Das ist ok und menschlich. Ich werde darum bemüht sein sorgfältig zu argumentieren und ein gewisses Mass an wissenschaftlicher Methodik anzuwenden. Ich bitte jedoch schon jetzt mir meine Fehler nicht allzu übel zu nehmen. Fehler werde ich sicherlich viele machen…. Man habe bitte Nachsicht mit mir.
Neugier
Mein Hauptantrieb im Leben ist Neugier. Ich mag auch besonders neugierige Menschen. Ich mag (hitzige) Diskussionen - und anschliessende Versöhnung. Ich bin selten rein-diplomatisch; das Herausstellen und Aussprechen der wahren Tatsachen ist mir wichtiger - was jedoch im sozialen schnell Nachteile bringen kann… Das rührt und basiert eher aus der Denkweise eines Physikers, nicht der eines Kofi Anans. Das ist wohl ein Grund, warum viele Nerds Mühe in der sozialen Welt haben. Ich liebe Wissensaustausch. Sokrates fand ich als junger Teenager cool. Ich las als erster in meiner Klasse “Sophies Welt” noch bevor es auf der Best-Seller-Liste des SPIEGELS landete. Mein Held war nicht ein Fussballer oder ein Businessman, ich fand Richard “Dick” Feynman ultra-cool: Ein amerikanisch-jüdischer Physik-Nobelpreisträger, Star und Legende unter Nerds weltweit…. Ich sehe mich bis heute nicht wirklich als “Geschäftsmann”. Aber man muss ja auch irgendwie Geld verdienen. Ich missioniere gerne meine Ideale (z.B. einen sehr konsequenten Sekularismus, eine sehr kritische Haltung zu Religion) mit allen Folgen. Ich glaube auch, dass meine Neugier einer der Hauptgründe dafür ist, weshalb ich es trotz relativ schwieriger Umstände in meiner Kindheit und Jugend, es dennoch in sehr jungen Jahren zu einer bescheidenen Existenz gebracht habe. (Thilo Sarazin wäre stolz auf mich… *Scherz!*). Sei es durch meinen Uniabschluss an einer “Elite”-Uni in der Schweiz (die Finanzierung war ein Abenteuer), oder das Schaffen von Hunderten Arbeitsplätzen in Berlin mit 25 Jahren und damit stark verbunden: Das Wiederauflodern der deutschen Internetgründerszene in Berlin seit 2005/2006 und ganz Deutschland nach dem Ende der New Economy 2000/2001. Was mir noch wichtiger ist: Der Frieden und die Demokratisierung des Nahen Ostens, die Aussöhnung und ganz besonders die Demokratisierung und Entwicklung der Zivilgesellschaft Irans. Dazu versuche ich seit einigen Jahren einen kleinen, privaten Beitrag zu leisten. Und mit Aussöhnung meine ich nicht nur die zwischen verfeindeten Staaten, sondern - und das ist die Voraussetzung - primär zwischen zerrissenen und teils verfeindeten Gruppierungen innerhalb Irans und anderer Länder. Das ist intellektuell und lebenspraktisch wirklich spannend. Dazu später mehr…
Ich würde mich freuen, auf konstruktive und respektvolle Weise mich über dieses Medium mit anderen auszutauschen und nette, spannende Menschen kennenzulernen.
Eyde shoma mobarak.
Viele Grüsse,
Ehssan.
Berlin, 31.03.2012
Nota bene: Ich werde noch nachträglich hier einige Links und Videos mit Bezug zu diesem Blogpost ergänzen.
Artist & Entrepreneur
Highly enriched 170 cm: Formed by German-Iranian centrifugal storms
Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen - und hör auf Autoritäten zu zitieren.